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Wildbret paßt hervorragend
in einen gesunden und auf heutige Lebensbedingungen eingestellten
Küchenplan. Aufgrund seines niedrigen Fettgehaltes eignet
sich Wildbret auch für die Diätküche. 100 g Rehfleisch haben
je nach Alter des Tieres einen Brennwert von 105-120 Kilokalorien.
Die gleiche Menge Rindfleisch enthält schon doppelt soviel
Energie.
Wer jetzt auf den Geschmack
gekommen ist, sollte wissen, dass es für jedes Wild bestimmte
Jagdzeiten
und Schonzeiten gibt, die dem natürlichen Lebenszyklus der
Tiere angepaßt sind. Wann eine Tierart bejagt werden darf,
ist gesetzlich genau festgelegt. Frisches Wildbret aus deutschen
Revieren ist deshalb nur in der jeweiligen Hauptsaison zu
haben:
Wer heimisches Wildbret genießen
will, wendet sich am besten an einen Jäger in Wohnortnähe
oder an das zuständige Forstamt.
Rehwild
Reh bietet wohl das beliebteste
und vorzüglichste Wildbret. Es hat eine feine Faserstruktur,
ist dunkelrot gefärbt, aromatisch und wohlschmeckend.
Die größte Nachfrage besteht im Einzelhandel. Besonders Rücken
und Keulen werden hoch geschätzt. Zur Weihnachtszeit hat dieses
Wildbret Hochsaison.
Jagdzeit: Mitte Mai bis
Januar.
Rotwild
Ausgewachsenes Rotwild erreicht
ein Gewicht bis zu 150- 200 kg. Bevorzugt wird das Fleisch
von 50 bis 90 kg schweren Tieren. Hirschfleisch hat eine braunrote
Färbung, das Fleisch von Jungtieren ist feinfaserig.
Während der Brunft kann das Fleisch des männlichen Tieres
(Hirsches) einen geschlechtsbezogenen Geschmack haben.
Jagdzeiten: Juni bis
Ende Januar
Wildschwein
Bevorzugt wird das zarte
schmackhafte Fleisch von Frischlingen und Überläufern. Das
Fleisch älterer Tiere ist oft zäh, trocken und grobfaserig.
Wildschweine, auch Schwarzwild genannt, unterliegen der Trichinenschau.
Jagdzeiten: August bis
Ende Januar (Frischlinge ganzjährig)
Hasen
Bei jungen Hasen ist das
Fleisch bis zum Alter von acht Monaten intensiv rot gefärbt
und von besserer Qualität als das dunkelrote Fleisch älterer
Tiere. Hasenfleisch hat einen ausgeprägten arteigenen Geschmack.
Jagdzeiten: Oktober bis
Ende Dezember
Wildkaninchen
Wildkaninchen unterscheiden
sich in der Lebensweise und der Größe wesentlich vom Hasen.
Junge Hasen und Wildkaninchen, die noch nicht abgezogen sind,
erkennt man an dem noch weichen Fell, den dicken Gelenken,
den kleinen vom Fell verdeckten Krallen und am kurzen Hals.
Wildkaninchenfleisch ist zart-rosa gefärbt und hat ein süßliches
Aroma, das sich deutlich von Hasenfleisch unterscheidet. Die
Zubereitung ist mit derjenigen von Hasen identisch. Es hat
allerdings eine kürzere Garzeit und ist vielseitiger verwendbar.
Hasen und Kaninchen werden dem Verbraucher oft im Fell angeboten.
Jagdzeiten: September
bis Januar
Fasan
Federwild hat im Spätherbst
und frühen Winter Saison, denn dann ist es am zartesten. Es
darf keinen übelriechenden, tranigen oder fauligen Geruch
haben.
Feinschmecker stufen das Fleisch der Hähne höher ein als das
der Hennen. Junge Fasanenhähne haben einen kegelförmigen und
stumpfen, ältere Hähne einen spitzen und langen Sporn. Bei
Hennen ist er kaum ausgebildet.
Junge Fasane kennzeichnet ein biegsames Brustbein und zartes,
wohlschmeckendes Fleisch.
Das Fleisch der älteren Fasane ist trocken und zäh, hat jedoch
einen ausgeprägten Geschmack und wird deswegen gern für Brühen,
Fonds, Suppen und Farcen verwendet.
Jagdzeit: Oktober bis
Mitte Januar
Wildenten
Stockenten sind bei uns die
bekanntesten und häufigsten Schwimmenten. Zwischen Ente und
Erpel bestehen keine Qualitätsunterschiede, wohl aber zwischen
jungen und alten Vögeln. Junge Enten haben noch sehr dünne
Schwimmhäute, die hell orange sind.
Jagdzeit: September bis
Mitte Januar.
Wildtauben
Bejagbar sind bei uns die
Ringel- und Türkentaube. Die Ringeltaube ist größer und fleischiger
als die Haustaube. Der Hals ist von einem weißen Ring umgeben,
der bei jungen Tauben im Nacken nicht ganz geschlossen ist.
Das Fleisch junger Tauben ist zart, leicht verdaulich und
von bester Qualität. Bei älteren Tieren ist der typische Wildtaubengeschmack
stärker ausgeprägt. Sie eignen sich zur Zubereitung von Brühen,
Fonds, Suppen und Farcen.
Jagdzeit: Juli bis April
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